Auszug aus dem Tätigkeitsbericht 2010

In den Diskussionen um das Energiekonzept für Deutschland hat sich gezeigt, dass effiziente Energietechnik neben den Erneuerbaren Energien einen immer höheren Stellenwert einnimmt. Die Kraft-Wärme-Kopplung bietet hier ein großes Potenzial, energieeffizient Strom und Wärme bedarfsgerecht und lokal zu erzeugen. Dabei werden im Vergleich zur konventionellen Strom- und Wärmeerzeugung deutlich weniger Emissionen freigesetzt. Ein Anzeichen für das Umdenken der Gerätehersteller in Richtung Kraft-Wärme-Kopplung ist in deren aktuellen Entwicklungen deutlich zu erkennen.

Auf der ISH in Frankfurt, bei der die namhaften Hersteller ihre neuen Techniken präsentieren, ist das Interesse an der „Strom erzeugende Heizung“, wie kleinere KWK-Anlagen auch genannt werden, in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Mittlerweile richten Besitzer von Ein- und Mehrfamilienhäusern, die vor der Wahl eines neuen Heizsystems stehen, ihren Blick verstärkt auf diese Technik. Gerade die aktuellen Überlegungen zu virtuellen Kraftwerken, zu Smart Metering verbunden mit den Möglichkeiten, die kleine BHKW bieten, lässt die Aussage zu: Mikro- und Mini-BHKW sind im Kommen. Der Arbeitskreis „Brennstoffzellen/Blockheizkraftwerke“ hat die kleinen BHKW schon seit vielen Jahren auf der Agenda seiner Arbeitskreissitzungen und beobachtet den Fortschritt bei der Entwicklung, Erprobung und Markteinführung von Stirling-Motoren, Brennstoffzellen und motorischen BHKW mit elektrischen Leistungen kleiner 10 kW sehr genau. Nunmehr kristallisiert sich heraus, dass Mini- und Mikro-BHKW einen technischen Entwicklungsstand erreicht haben, der eine Markteinführung erlauben lässt.
 
Breiten Raum in den Arbeitskreistreffen nehmen die aktuellen gesetzlichen Regelungen, wie KWK-Gesetz, Erneuerbare-Energien-Gesetz oder auch die Regelungen zur Energiesteuer ein. Für eine breite Anwendung von KWK-Techniken ist die Beseitigung von regulatorischen Hindernissen unerlässlich. Oftmals liegen jedoch die Hürden weniger in den gesetzlichen Bestimmungen als mehr in einer Unkenntnis oder Unsicherheit der Auslegung dieser. Diese Hemmnisse können nur durch gezielte Informationen überwunden werden. Die Mitglieder des Arbeitskreises verfügen über viele Erfahrungen bei der Auslegung und Anwendung solcher gesetzlicher Bestimmungen und geben dies in Form von Broschüren an den interessierten Leser weiter.

Seit Gründung der ASUE ist eine ihrer Aufgaben die Erarbeitung und Publizierung von technischen Informationen, die es Fachleuten aber auch technischen Laien ermöglicht, die Vorteile bestimmter Techniken zu verstehen und für rationelle Energiekonzepte nutzen zu können. Die im Arbeitskreis Brennstoffzellen/Blockheizkraftwerke versammelten Spezialisten für Kraft-Wärme-Kopplung erarbeiteten im vergangenen Jahr dazu die Broschüren „BHKW-Grundlagen“ und „BHKW-Kenndaten“. Außerdem wurde 2010 die Broschüre „BHKW in Krankenhäusern“ veröffentlicht, mit der Argumente und Hintergründe für die Nutzung von KWK-Technik in Krankenhäusern näher beleuchtet werden. Dazu wird die Entscheidungsfindung und Umsetzung eines BHKW-Projektes an einem Musterkrankenhaus beispielhaft dargestellt. Zwei Referenzobjekte, bei denen der Einsatz von BHKW die Energiekosten und Emissionen deutlich gesenkt werden konnten, runden die Broschüre ab.
Arbeitskreis:
Brennstoffzellen/ Blockheizkraftwerke

Vorsitzenden:
Dr. Stephan Krein, Leipzig

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